Quantencomputer sagen die Zukunft voraus

Wissenschaftler der Griffith University in Brisbane haben mit Hilfe eines Quantencomputers die Zukunft berechnet. Zumindest ein ganz kleines bisschen …

Im Rah­men mei­ner Recher­chen für die Fort­set­zung von Die letz­te Pro­phe­zei­ung des Nos­tradamus stieß ich auf ein inter­es­san­tes Expe­ri­ment, das mit einem Quan­ten­com­pu­ter gemacht wur­de. For­scher der Grif­fith Uni­ver­si­ty in Bris­bane haben einen Quan­ten­si­mu­la­tor ent­wi­ckelt, der die mög­li­chen Zukunfts­li­ni­en eines Sys­tems durch Über­la­ge­rung vor­weg­nimmt. Sie waren damit in der Lage, den Aus­gang eines Münz­wurf-Expe­ri­ments vorherzusagen.

Zu die­sem Zweck wird eine Mün­ze in einen geschlos­se­nen Kas­ten gelegt und der Kas­ten ein­mal kurz geschüt­telt. Dabei kann die Mün­ze auf die ande­re Sei­te kip­pen – oder nicht. Schüt­telt man die Box auf die­se Wei­se vier­mal, gibt es theo­re­tisch 16 Mög­lich­kei­ten für die Abfol­ge von Kopf oder Zahl. In der Quan­ten­phy­sik lässt sich das Resul­tat jeder Akti­on als Wel­len­funk­ti­on mit bestimm­ter Wahr­schein­lich­keit abbilden.

Man kann sich das so ähn­lich vor­stel­len wie bei einer Rou­te mit ver­schie­de­nen Abzwei­gun­gen: Sobald sich der Fah­rer an einer Abzwei­gung für links oder rechts ent­schei­det, kol­la­bie­ren die Wel­len­funk­tio­nen aller Vari­an­ten des jeweils ande­ren Weges. Ein Quan­ten­com­pu­ter nutzt die­ses Prin­zip, um mög­li­che Zukunfts­li­ni­en zu über­la­gern. Die 16 Mög­lich­kei­ten des Münz-Expe­ri­ments wer­den also simu­liert in einer Art 16-dimen­sio­na­lem Quantenzustandsraum.

Die­ser Quan­ten­si­mu­la­tor schafft es, die ver­schie­de­nen Mög­lich­kei­ten der Münz­wür­fe kor­rekt abzu­bil­den. Der Clou dabei: Er ermit­telt das Ergeb­nis simul­tan, nicht wie klas­si­sche Rech­ner nach­ein­an­der. Aus die­sem Grund kön­nen Quan­ten­rech­ner sol­che Vor­her­sa­gen erheb­lich schnel­ler tref­fen als bis­he­ri­ge kon­ven­tio­nel­le Computer.

Natür­lich klingt das im Augen­blick noch nicht wirk­lich atem­be­rau­bend, doch man stel­le sich das Prin­zip um meh­re­re Dimen­sio­nen grö­ßer vor. So wie ja auch der ers­te Com­pu­ter so groß wie ein Schrank war, aber weit weni­ger konn­te als die ein­fachs­te Smart­watch heut­zu­ta­ge. Wer kann also schon vor­her­sa­gen, zu was Quan­ten­com­pu­ter in 10, 20 oder 50 Jah­ren imstan­de sind? Ich fin­de das jeden­falls immens span­nend und wer­de etwas in die­ser Rich­tung gewiss im nächs­ten Buch einbauen.

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Quel­len: scinexx.de, thenextweb.com, livescience.com, griffith.edu.au

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